apptests v1
2Aug/100

Test: Pianolo

Funktionalität:

Pianolo ist eine einfach und schlicht gehaltene, grafisch jedoch ansprechende,  Klavier-Simulation.  Insgesamt gibt es 6 verschiedene Instrumente zur Auswahl. Die Tasten sind jeweils in 4 oder 6 Oktaven gegliedert.

Zur Auswahl der Instrumente gehören:

Piano (6 Oktaven)
Geige (4 Oktaven)
Gitarre (4 Oktaven)
E-Gitarre (4 Oktaven)
Horn (4 Oktaven)
Saxophon (4 Oktaven)

Die Oktaven wechselt man, indem man einfach auf einen der beiden Pfeile im dazugehörigen Fenster tipp. Leider kann man nur schrittweise die Oktaven wechseln und keine Überspringen. So müsste man z.B. zwei mal tippen um eine zu überspringen, was ein kleiner Nachteil ist, wenn man versucht ein Lied flüssig zu spielen. Auch weiterhin beinhaltet Pianolo wenig Features. Ein Metronom oder eine Funktion die anbietet, dass man auf seine eigene Musik spielen kann, werden vermisst, sind aber in Konkurrenz-Produkten oft vorhanden. In amerikanischen Rezensionen wird oft davon gesprochen, dass die App nach längerem gebraucht "einfriert" und das iPhone/iPod zum aufhängen bringt. Diesen Bug konnte ich bisher nicht bestätigen.  Zu Gute halten kann man die sehr hohe Soundqualität der Instrumente, die die App bietet.


Aufmachung:
Pianolo ist wirklich schick gestaltet. Im unteren Teil des Displays erstrecken sich die klassisch schwarz und weißen Tasten. Darüber hat das Fenster zum wechseln der Oktaven Platz gefunden. Über diesem Fenster befinden sich auf einem dreidimensionalen Dock, die Icons zum Wechseln der Musikinstrumente. Genutzt wird die App im Querformat, was bei einer App dieser Art natürlich Sinn macht.

Benutzerfreundlichkeit:

Benutzerfreundlich ist die App in jedem Fall. Es gibt nur die oben genannten Bereiche welche sich verständlich und leicht bedienen lassen. Es gibt quasi nur eine Ebene und diese ist beim ersten Start sofort vertraut.

Preis/Leistung:
Mit 0,79€ befindet sich Pianolo in der richtigen Preisklasse. Mehr jedoch dürfte der Entwickler nicht verlangen, da dazu der Umfang einfach zu gering ist.

Funktionalität:
Aufmachung:
Benutzerfreundlichkeit:
Preis/Leistung:
Gesamt: 3,5

Pro:

- hohe Soundqualität
- grafisch schick gestaltet
- Auswahl mehrerer Instrumente

Con:
- geringer Umfang

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Fazit: Pianolo ist gut geeignet, wenn man unterwegs ein wenig "rumklippern" will,  jedoch bleibt es bei dieser Spielerei.


26Mar/100

Test: Plants vs. Zombies

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Story:
Nachdem das (zumindest von uns) hibbelig erwartete PopCap-Tower Defense „Plants vs. Zombies“ endlich den Weg auf die häuslichen iPhones und iPod Touches gefunden hat, fällt zunächst auf, dass die mobile Version fast genauso aussieht wie die für Mac bzw. PC, was aufgrund der deutlich niedrigeren Leistung des mobilen Geräts doch stutzig macht. Doch dazu später mehr.
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Zum Spielprinzip: In Plants vs. Zombies wird das virtuelle Haus des Spielers von einer Horde diverser Zombies belagert, die, je nach Level, durch den Vor- und Hintergarten (inklusive Swimmingpool) sowie über das Dach versuchen, an das unter Zombies als Delikatesse gehandelte Hirn des Hausbewohners zu gelangen. Die Aufgabe dessen ist, die Zombies mit verschiedenen Pflanzen und Pilzen, die man in den Garten und somit in den Weg der Zombies pflanzt, von den Haustüren fernzuhalten. Natürlich kann man nicht unbegrenzt Pflanzen anbauen, sondern muss dazu Sonnen einsammeln, die Schneeflocken-ähnlich (am Tag, in Nachtlevels hingegen nicht) über den Bildschirm fallen oder von der Sonnenblume und dem Sonnenpilz produziert werden.
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Zu Beginn eines Levels kann man einen Blick auf die (noch auf der Straße herumlungernden) Zombies werfen, und dazu passende Pflanzen aus einem stetig wachsenden Arsenal unterschiedlicher Verteidigungskünstler wählen. Dies wird vor allem zum Ende des Spiels immer wichtiger, da auch die Zombies nicht untätig bleiben und sich etwa mit Hochsprungstäben und Fliegengittertüren bewaffnen und somit gegen manche Pflanzen immun sind.
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Um das Geschehen nicht eintönig werden zu lassen hat PopCap das Spiel mit einigen Bonusleveln aufgepeppt, wie etwa dem Zombie-Bowling. Statt Pflanzen zu pflanzen, werden die Zombies mit Walnüssen wortwörtlich aus der Bahn geworfen. Außerdem bekommt der Spieler Hilfe vom Nachbarn, dem verrückten Dave, der einen eigenen Shop in seinem PKW führt. Dort kann man verschiedene Dinge, wie zum Beispiel Spezialfähigkeiten, neue Pflanzen und anderes, mit Münzen erwerben, die unter anderem von den Zombies fallen gelassen werden.
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Spielspaß:
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Der oben beschriebene Facettenreichtum von Plants vs. Zombies sorgt dafür, dass nicht nur dem Tower-Defense-Fan über die 50 Level nicht langweilig wird und das Spiel auch nach Vollendung des Letzten noch spielenswert machen. Außerdem machen die für ein mobiles Gerät absolut hervorragende Grafik und die vielen Gags (wie der an Michael Jackson angelehnter Sänger-Zombie) auch auf einem kleinen Display sehr viel Spaß.
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Weitere Abwechslung erfährt das Spiel durch die unterschiedlichen Umgebungen und Tageszeiten, denen sich Pflanzen und Zombies anpassen müssen. So bieten Pilze in der Nacht eine zuverlässige und günstige Verteidigung, während sie Tagsüber ohne einen kräftigen Schluck Kaffee vollkommen wirkungslos sind. Neben speziellen Wasserpflanzen können normale Pflanzen nur mithilfe eines Seerosenblattes in den Swimmingpool gepflanzt werden, während Zombies zu Schwimmringen o.Ä. greifen.
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Im Vergleich zur Computer-Version fehlt der iPhone-Version der Zen-Garden, in dem eigene geldproduzierende Pflanzen gezüchtet werden können, sowie die deutsche Lokalisierung und der Survival-Modus. Dafür hat die „kleine“ Version die von anderen Spielen und den Konsolen unter dem Fernseher bekannten Achievements, welche größtenteils zum Glück so angelegt sind, dass sie nicht allzu einfach zu erreichen sind.
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Gleichzeitig unterhaltsam wie praktisch ist der Almanach, der sowohl für Pflanzen als auch für Zombies nützliche Informationen zu Stärken und Schwächen sowie Kommentare zu dem jeweiligen Objekt bereithält.
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Zum Schluss noch zwei Besonderheiten: Plants vs. Zombies ist eins der wenigen mir bekannten Spiele im AppStore mit einer Nutzerverwaltung, sodass man für einen Freund schnell einen weiteren Benutzer anlegen kann und das Spiel die Fortschritte dann in diesen Benutzer speichert. Möchte man zurück zu seinem eigenen Spielstand, geht dies ganz einfach mittels ein paar Fingertipps im Hauptmenü. Die zweite Besonderheit besteht aus der Nutzung der Vibrationsfunktion, die ich leider in Ermangelung eines iPhones nicht austesten konnte.
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Grafik:
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Hier bekommt der iPhone-Benutzer einiges Geboten, viel mehr geht aktuell vermutlich nicht. Die comicartige Grafik sieht verdammt gut aus und kommt schon nah an die der PC-Version heran. Natürlich hat dies auch seine Nachteile, da das Spielgeschehen bei einer großen Zombie-Welle schon auf einem noch relativ aktuellen iPod Touch 2G mal mehr, mal weniger stark zu ruckeln anfängt. Erstaunlicherweise leidet die Benutzbarkeit kaum darunter, sodass dies durchaus zu verschmerzen ist, zumal Besitzer neuerer iPhone OS-Geräte wie dem iPod Touch 3G oder dem iPhone 3GS damit ohnehin weniger bis keine Probleme haben dürften.
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Langzeitmotivation:
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Schon das Freispielen aller 50 Level sollte nicht allzu schnell vonstatten gehen, vor allem dank des anziehenden Schwierigkeitsgrads. Danach kann man einzelne Level und die Minispiele (wie zum Beispiel das oben erwähnte Zombie-Bowlen) erneut spielen, versuchen, alle Achievements zu knacken und/oder alle Waren aus Crazy Dave‘s Shop kaufen und so das Spiel noch einmal ein wenig verändern. Insgesamt hat PopCap ein ziemlich umfangreiches Paket geschnürt, mit dem man einige Zeit beschäftigen kann.
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Sound:
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Der Soundtrack sowie die Effekte passen sehr gut zum Spiel und haben es geschafft, mir selbst nach längerem Spielen nicht auf die Nerven zu gehen. Wer dennoch seine eigene Musik hören will, kann dies tun, Plants vs. Zombies schaltet den eigenen Sound automatisch ab, wenn bei Spielstart Musik aus der lokalen Mediathek läuft. Wahlweise kann diese dann über das Spielmenü wieder gegen den mitgelieferten Soundtrack ausgetauscht werden.
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Bedienung:
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Die Bedienung ist sehr einfach und sollte sowohl Anfängern als auch Profis leicht von der Hand gehen. Die Pflanzenauswahl ist, im Gegensatz zur Computerversion, nicht am oberen Bildschirmrand, sondern an der linken Seite und somit mit dem linken Daumen sehr einfach zu erreichen, während man mit dem anderen beispielsweise herumliegende Sonnen oder Münzen durch Tippen einsammelt. In Spezialleveln wird die Pflanzenauswahlleiste durch ein Förderband ersetzt, dem man per Fingertipp Samentütchen entnehmen kann.
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Preis/Leistung:
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Plants vs. Zombies ist in Anbetracht des Gebotenen (50 freispielbare Level, Achievements, Mini-Games, Dave‘s Shop) mit knapp 2,40€ erstaunlich günstig zu haben. Lediglich der sonst übliche Survival-Modus und der bei Plants vs. Zombies besondere Zen-Garden fehlen, dies wird aber durch den restlichen Inhalt und den sehr niedrigen Preis gut kompensiert.
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Spielspaß:
Grafik:
Langzeitmotivation:
Sound:
Bedienung:
Preis/Leistung:
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Gesamt: 4,8
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Pro

Contra

sehr gute Grafik...

...die allerdings bei viel Animation zum Ruckeln neigt

viele Gags

 

guter Sound

 

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Fazit:
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Plants vs. Zombies ist sowohl ein Beispiel für eine gelungene Portierung eines (zugegebenermaßen nicht besonders Ressourcenhungrigen) Computerspiels auf das iPhone als auch ein sehr gutes Tower-Defense-Spiel, dass dank sehr guter Grafik und Sound, den vielen Gags und der nahezu perfekten Bedienung zur Kaufempfehlung mutiert. Allerdings fehlt der mobilen Variante (noch) der Survival-Modus sowie der Zen-Garten, was allerdings durch den relativ niedrigen Preis wieder wett gemacht wird.
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lo/