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20May/100

Hockey Nations 2010

Story

Hockey Nations 2010 ist ein klassisches Sportspiel. Eine richtige Story gibt es also nicht. Ziel des Spiels ist es, Spiele zu spielen und (logischerweise) zu gewinnen, indem man die Spieler bedient. Dabei ist versucht worden, das Spiel möglichst so zu gestalten, wie man es im Fernsehen zu sehen bekommt. Dies ist recht gut gelungen mit der Kamera-Perspektive. Allerdings unterscheidet es sich von Fernseh-Übertragungen und anderen Sportspielen insofern, als dass das Spiel hochkant steht. Das bedeutet, die Tore sind oben bzw. unten am Display stehen. Für Eishockey-Spielen mit den kleinen Toren ist das jedoch nicht ungewöhnlich, da so das treffen der kleinen Tore erleichtert wird.

Zur Auswahl stehen nur Nationalmannschaften, keine Klubs. Es gibt drei Spielmodi: Das Spiel, das Penaltyschiessen und das Training. Beim Spielmodus lässt sich noch zwischen einfachem Spiel und zwei verschiedenen Turnieren wählen.

Einstellungsmöglichkeiten gibt es auch, jedoch nur sehr beschränkt: Man kann die Lautstärke von Musik und Spielgeräuschen (unabhängig voneinander) einstellen, Icing ein- und ausschalten, Offside ein- und ausschalten (ich empfehle das ausschalten, da sonst der Spielfluss zu sehr gestört wird) sowie einstellen, ob der Puck auch hochfliegen soll oder nicht.

Ausserdem kann man zwischen drei Schwierigkeitsgraden und Spieldauern (5 min, 9 min, 12 min) wählen.


Spielspass

Hockey Nations probiert, wie bereits erwähnt, möglichst nah an die Fernsehübertragungen zu kommen und ein möglichst realistisches Spiel zu ermöglichen. Dies gelingt nur relativ beschränkt. Denn erstmal ist das Spiel sehr schwierig. Ich musste fast zehn Spiele spielen, bis es mir zum ersten Mal gelang, den leichtesten Schwierigkeitsgrad zu besiegen. Auf einer Konsole wäre das ja nicht unüblich, aber der iPod Touch ist ja mehr als eine Gelegenheist-Konsole und somit ist es eher ungünstig, wenn man noch lange üben muss, bis man überhaupt Spielspass haben kann.


Ausserdem nimmt einem der Gegner bei Dribblings viel zu schnell den Puck ab. Es reichen schon kurze und leichte Kontakte mit ihm. Umgekehrt funktioniert das überhaupt nicht. Man muss den Gegner oftmals bis zu fünf Male anrempeln, bis er den Puck endlich verliert.

Ausserdem nimmt der Gegner einem viel zu viele Pässe ab. Es reicht im Normalfall schon, wenn der Puck in seiner Nähe vorbeirutscht.

Dann ist ein weiteres Problem die Strafe. Man selber kriegt oft unbegründete Strafen, der Gegner hat in 12 Spielen keine einzige Strafe kassiert.

Der letzte Kritikpunkt sind die Torhüter. Eigentlich verdienen sie ihren Namen gar nicht. Von den harmlosen Schüssen lassen sie jeden zweiten in’s Tor kullern, schiesst man einmal aus guter Position, ist der Puck sowieso im Kasten.

Hat man den Dreh aber erstmal raus, so kommt der Hockey-Fan trotz der vielen Kritikpunkte einigermassen auf seine Kosten. Die ganze Simulation ist doch einigermassen in Ordnung, und künftige Versionen dürften richtig gut werden.

Positiv ist, dass die Spieler während des Spiels ermüden.

Grafik

An der Grafik gibt’s nichts zu meckern. Für ein iPod-Touch-Spiel absolut in Ordung. Proportionen von Spielfeld und Spielern stimmen sehr gut, Details sind auch gut gemacht.
Die Wiederholungen von Toren sehen ebenfalls Klasse aus.

Mehr kann man dazu nicht sagen.

Langzeitmotivation

Bei diesem Sportspiel sicher überdurchschnittlich hoch, danke der anspruchsvollen Schwierigkeitsgrade. Sofern man den Dreh mal raus hat.

Das Manko ist jedoch, dass die Simulation (vor allem die Pucksicherheit) nicht wirklich perfekt sind, was einem mit der Zeit verleiden könnte. Wer sich jedoch darauf einlässt, dass das Spiel nicht ganz dem eigentlichen Eishockey entspricht wird lange Freude daran haben.

Sound

Man kann die eigene Musik als Hintergrund laufen lassen, von daher läss sich zur Hintergrundmusik nicht viel sagen. Für die Menüführung gibt es alternativ auch eine Spieleigene, welche etwa so dem Standard entspricht. Diese lässt sich jedoch nicht während des Spiels hören.

Die Spielgeräusche sind recht realistisch. Sie klingen, als wären sie von richtigem Eishockey aufgenommen worden. Jedoch klingt jeder Pass, jeder Schuss gleich, was schon ein wenig schade ist.

Insgesamt geht die Geräuschkulisse jedoch absolut in Ordnung.

Bedienung

Man bedient im Angriff jeweils immer den Ballführenden Spieler. In der Verteidigung kann man zwischen den Spielern hin und herswitchen. Der Torhüter wird von der CPU gespielt.

Es gibt links einen virtuellen Joystick, der gut funktioniert. Auf der rechten Seite gibt es drei Tasten. Im Angriff lässt sich damit besonders schnell fahren (was den Ermüdungsfaktor aber erhöht), passen und schiessen (durch längeres Tastenhalten wird die Kraft erhöht). In der Verteidigung kann man damit ebenso schnell fahren, dazu kommen das wechseln des Spielers und der Bodycheck. Die Steuerung ist recht intuitiv, es lässt sich jedoch nur das nötigste steuern.

Umfang

Bei einem Sportspiel immer schwer zu beurteilen. Dank der drei verschiedenen Spielmodi, der Turniere und der Schwierigkeitsgrade jedoch in Ordnung.

Preis-Leistung

Dafür, dass das die erste Eishockey-Simulation ist, sicher in Ordnung. Zwar nicht ganz günstig, aber man bekommt auch einigermassen was für sein Geld. Allerdings nicht absolute Spitzenklasse, da im Spiel wie gesagt noch einige Bugs drinstecken.

Bewertung

Sound:

Grafik:

Umfang:

Spielspass:

Bedienung:

Preis-Leistung:

Langzeitmotivation:

Durchschnitt: 3.4

Pros und Cons

Pro

Con

Grafik Einige Bugs im Gameplay
Sound Wenig Einstellungsmöglichkeiten

Fazit

Für die erste Eishockey-Simulation sicher nicht schlecht, es gäbe jedoch noch einiges zu verbessern. Für Eishockey-Fans zu empfehlen, Sport-Spiel-Fans sollten jedoch viellleicht eine nächste Version abwarten.

gm/

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